„Man muss sich informieren!“

Interview mit Mia & Seraina

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In den vergangenen Wintern verzeichnen die Skidestinationen in der Schweiz immer weniger Schnee. Eine Folge des Klimawandels. Am Montag letzter Woche konnten die Schüler der Sekundarschule Looren einem Vortrag der Organisation Protect our Winters (POW), vertreten durch den Gründer Nicholas Bornstein, den POW-Ambassador Freestyle-Skier Daniel Loosli und POW-Teammember Luc Heering folgen. Sie zeigten das Phänomen des fehlenden Schnees auf und erklärten, was jeder einzelne tun kann, um dem Einhalt zu gebieten. Die Schülerinnen Mia Züger und Seraina Manni aus der 3. Sek erzählen.

Mia und Seraina, habt ihr vor diesem Vortrag schon über das Thema Klimawandel Bescheid gewusst?
Seraina: Wir befassen uns in der Schule immer wieder mit dem Problem, manchmal auch Zuhause in der Familie.
Mia: Man redet unter Freunden über den Klimawandel, es beschäftigt uns alle irgendwie.

Hat euch dieser Vortrag etwas aufgezeigt, was ihr noch nicht wusstet?
Mia: Nicholas Bornstein, hat uns erzählt, dass in der Klimabilanz Glas und PET-Flaschen etwa gleich gut oder schlecht für die Umwelt sind, das war mir neu.
Seraina: Er hat uns auch Bilder und Grafiken gezeigt, dass die Schweiz im weltweiten Vergleich gar nicht so schlecht dasteht mit ihrem Co2 Fussabdruck.

Also seid ihr jetzt beruhigt, was den Klimawandel angeht?
Seraina: Nein, schon nicht. Man muss sich Gedanken machen, weil die Temperaturen weltweit steigen.

Was habt ihr von diesem Vortrag mitgenommen?
Mia: Dass man sich die Situation noch bewusster machen soll. Und dass jeder handeln kann, man muss sich informieren. Es hilft, wenn man mit anderen darüber redet und seinen Konsum reduziert.

Und was tut ihr selbst, um den Klimawandel einzudämmen?
Mia: Wir haben zum Beispiel zuhause einen Monat lang versuchshalber vegetarisch gelebt, weil die Nutztiere einer der Hauptverursacher von Methanausstoss sind, zu viel Methan in der Atmosphäre lässt die Temperaturen ansteigen. Es gibt zu viele Zuchtrinder auf der Welt, für die Futter angebaut werden muss, das Gleichgewicht stimmt nicht mehr. Wir haben dann gefunden, ein Monat ist zu kurz und haben den Versuch verlängert. Das klappt wunderbar.

Seraina: Ich diskutiere bei jedem Ausflug in die Berge mit meiner Familie, ob wir nicht lieber mit dem Zug statt mit dem Auto fahren wollen. Tatsächlich fahren wir schon öfter Zug, aber manchmal schleppen wir zu viel Zeugs mit und dann ist ein Auto praktischer.

Wie sinnvoll ist so ein Vortrag, wie ihr ihn jetzt von POW gehört habt?
Mia: Sehr. Es rüttelt auf und zeigt, dass wir handeln müssen, wenn wir weiter Berge mit Schnee haben wollen.

Quelle: Maurmer Post